388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
1915, Germania 3-40 Pfg., je im kompletten Bogen mit Ur-HAN und Aufdruck-HAN, postfrisch, im Rand teils leicht angetrennt oder eingerissen, 40 Pfg. an einer solchen Stelle rechts unten angeklebt, sonst in guter Erhaltung. (Mi.-Nrn. 1-5; 6000,- ohne HAN etc.).
1915, 10 Pfennig mit Aufdruckfehler "Russisch-Po" statt "Russisch-Polen", sauber gestempelt, tadellos, sehr dekorativer und seltener Aufdruckfehler, vermutlich durch Auflage auf der Druckplatte entstanden, signiert Mikulski mit Fotoattest: "...Sehr interessanter Aufdruckfehler, der mir bis heute nicht bekannt war" (1985)
Provenienz: Heinz Kipping (371. Heinrich Köhler-Auktion, 2019)
Notiz: ProFi hat nur ein weiteres Stück, gebraucht in Warschau, registriert
1917, Aufdruckessay “Gen.-Gouv. Warschau", in kleiner/großer Schwabacherschrift, obere Zeile nicht zentriert (Theuss Type 4), Germania 3-60 Pfennig, kompletter Satz, sauber ungebraucht, oben je mit 3 seitig gezähntem Papierstreifen von ca. 4-5mm Breite. Sehr selten und nur in wenigen Sätzen bekannt, Fotoattest Hochstädter BPP (1981)
Notiz: Die Verwendung des Aufdrucktextes “Russisch-Polen” gab Anlass zu bedenken, weil das Deutsche Verwaltungsgebiet sich nicht auf das gesamte Russisch-Polen erstreckte, sondern nur das Gebiet des Gouvernements Warschau umfasste, während der Landesteil des Gouvernements Lublin unter östereichischer Verwaltung stand. Es wurden deshalb bereits im August 1915 Vorbereitungen für eine neue Ausgabe unternommen, die als Aufdruck-Essais zunächst mit dem Text POLEN und kurz danach mit GEN.-GOUV./WARSCHAU in mehreren Darstellungen bekannt sind.
1916, Ansichten 20 Pfennig, mit Kontrolleindruck in dunkelblauviolett, farbfrisch und gut gezähnt, sauber gestempelt auf Briefstück, tadellos, sign. Petriuk BPP mit Fotoattestkopie (1994)
1916, Ansichten 10-20 Pfennig, je mit Kontrolleindruck in dunkelrotlila, farbfrisch und gut gezähnt, je sauber gestempelt auf Briefstück, tadellos, sehr selten, u.a. sign. Petriuk mit Fotoattest (2009)
1916, Ansichten 10 Pfennig mattultramaringrau/dunkelopalgrün, mit Doppeldruck des grünen Mittelstücks, farbfrisch und gut gezähnt, ungummiert. Eine sehr seltene Marke, vermutlich handelt es sich um einen Probedruck, ProFi hat nur ein weiteres Stück registriert, sign. Rachmanow und Mikulski mit Fotoattest (1988)
