388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
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¼ Gr. braunviolett im Viererblock, sowie 6 weitere Werte ex Mi. 5-12 mit Stempeldaten aus der Reichspostzeit. Teils kleine Mängel.
¼ Gr. lila, senkrechtes Paar und 2 Einzelwerte mit NDP-EKr. "RÖDINGEN 20 6 71" auf komplettem Faltbrief (Belagschein) nach Kirchherten
¼ Gr. lila, waagerechter 8er-Block (untere Reihe einmal an getrennt), waagerechtes Paar und 2 Einzelwerte mit Ra3 "WILDBERG REG. BEZ. POTSDAM 16 7 71" auf nicht ganz kompletter Reco-Vorderseite nach Neuruppin. Ein Wert des Blocks durch Randklebung kleiner Randspalt, sonst gute Erhaltung.
¼ Gr. lila in wertstufengleicher Mischfrankatur mit ¼ Gr. gezähnt sowie 2 Gr. gezähnt, mit DKr. "CÖLN BAHNHOF 28 6 " (1871) auf komplettem Faltbrief nach London. Kleine Beförderungspuren. Eine sehr seltene Frankatur; Attest Mehlmann BPP (1996)
¼ Gr. lila in wertstufengleicher Mischfrankatur mit ¼ Gr. gezähnt, zusammen mit 4 Einzelwerten 1 Gr. gezähnt, mit DKr. "BERLIN H.ST.PE. 1/7 71" auf Briefhülle nach Paris. Sehr schöne Erhaltung. Eine sehr seltene Frankatur.
2 Gr. ultramarin, mit EKr. "CHEMNITZ 12/10 71" auf Behändigungsschein nach Frankenberg. Eine sehr seltene, späte Verwendung dieser Marke.
5 Gr. ocker, zusammen mit gezähnter Ausgabe 1 Gr., mit Hufeisenstempel "LÜBECK 1/8 71" auf eingeschriebener Briefhülle nach Amsterdam
5 Gr. ocker, zwei Einzelwerte, in Mischfrankatur mit gezähnter 2 Gr. ultramarin, mit Hufeisenstempel "SOLINGEN 9 MAI 71" auf komplettem Faltbrief der 2.Gewichtsstufe nach Lissabon. Schöne Erhaltung.
5 Gr. ocker, in wertstufengleicher Mischfrankatur mit 2 Einzelwerten und waagerechten Paar gezähnte Ausgabe 5 Gr., mit Ra3 "FREIBURG IN SCHLESIEN 14 8 71" auf Paketbegleitbrief nach Berlin. Eine äußerst seltene Mischfrankatur.
¼ Gr. graulila und ½ Gr.orange je im Viererblock, ungebraucht, die ¼ Gr. postfrisch, dazu Einzelwert 5 Gr. ocker
18 Kr. ocker, zwei Einzelwerte, in Mischfrankatur mit 2 Einzelwerten 3 Kr. gezähnt, mit EKr. "GIESSEN 23 5 71" auf rückseitig nicht ganz komplettem Briefkuvert, als Landpost-Express-Brief nach Mittelseemen im Landzustellbezirk von Gedern. Die 18 Kr. durch Randklebung leicht bestoßen, das Kuvert kleine Transportspuren, sonst gute Erhaltung. Ein außerordentlich seltenes Stück; PROFI hat keinen weiteren Express-Brief in den Landbestellbezirk mit Kreuzer-Frankatur registriert.
3 Kr. karmin mit klar auf- und nebengesetztem EKr. "CRONBERG 11 8 71" (Groschengebiet) auf kleinem Briefkuvert nach Köln. Die Fehlfrankatur wurde erkannt, der Brief als unfrankiert behandelt und unter Anrechnung der 3 Kreuzer mit "1¼" Gr. nachtaxiert. Die Marke rechts unten gering eckrund, sonst gut gezähnt; die Verschlussklappe nicht ganz komplett.
18 Kr. ockerbraun, 4er-Block und Einzelmarke, als reine Mehrfachfrankatur, mit Ra3 "FRANKFURT A.M. POSTEXPED. N° 1 24 7 71" auf vorgedrucktem Paketbegleitbrief (Viertelbogen) mit voll erhaltenem Lacksiegel, für ein Wertpaket von 42 Pfund 15 Loth mit Wertangabe "1973 Gulden 53 Kreuzer" nach Michelstadt. Das Porto setzt sich zusammen aus 50 Kr. Beförderungsgebühr + 40 Kr. Assekuranzgebühr. Marken teils Scheren trennung und leichte Randbräune. PROFI hat nur drei gebrauchte 4er-Blocks des 18 Kr.-Wertes registriert, davon nur diesen auf Brief. Ein Spitzenstück der NDP-Frankaturen, zumal mit dieser späten Verwendung. Signiert Brettl mit Prüfungsbefund (1979)
Provenienz: 184. Grobe-Auktion (1983) Konsul K.H. Geuther (311. Heinrich Köhler-Auktion, 2001)
18 Kr. ockerbraun, recht farbfrisch und gut durchstochen, mit Ra2 "Frankfurt A. M. Postexped.No.2 7 12 71" auf eingeschriebenem Briefkuvert, als "Postmandat" nach Wehen, mit Ankunftsstempel. Im Kuvert leichte senkrechte Faltung, sonst einwandfrei. Postmandate wurden erst am 15.10.1871 eingeführt; die Gebühr betrug (incl. Porto und Reco-Gebühr) ohne Berücksichtigung des Betrages 5 Groschen bzw. 18 Kreuzer. Eine große Seltenheit; PROFI hat nur 5 Postmandate des NDP registriert, mit dieser Frankatur Unikat. Fotoattest Mehlmann BPP (2007)
1 Gr. karmin, 2 Viererblocks aus der linken unteren Bogenecke mit Plattenzeichen "B" bzw. "E", postfrisch, einmal Falzspur nur im Unterrand.
2 Kr. orange im senkrechten Zwölfer-Block, farbfrisch und gut gezähnt, ungebraucht, teils postfrisch. Eine seltene Einheit; PROFI hat keine größere registriert.
18 Kr. ocker im 4er-Block, farbfrisch und recht gut gezähnt, ungebraucht (Gummi teils gering getönt). Eine seltene Einheit. Signiert W. Engel BPP, Georg Bühler und Schlesinger
¼ Gr. rotviolett im waagerechten 12er-Block vom linken Bogenrand, postfrisch mit kleiner Haftspur im Rand, waagerecht leicht vor gefaltet, sonst einwandfrei und sehr frisch.
3 Kr. rosa im Viererblock aus der linken unteren Bogenecke mit Plattenkennzeichen "B", ungebraucht, das untere Paar postfrisch.
7 Kr. graublau im Viererblock aus der linken unteren Bogenecke mit Plattenkennzeichen "A", postfrisch. Vorderseitig ganz leichte Gummispuren, sonst tadellos.
¼ Gr. grauviolett im waagerechten 4er-Streifen, mit dreimal klar aufgesetztem Preußen-DKr. "WÜSTENSACHSEN 11 7 71" (ehemals bayerischer Postort) auf kleinem Briefstück. Ganz gering fleckig, sonst einwandfrei.
¼ Gr. grauviolett, ½ Gr. orange, 1 Gr. karmin und zwei Einzelwerte 5 Gr. ocker, mit Ra3 "HANNOVER STADT-POST-EXP. NO. 1 8/10 71" auf kleinem Briefkuvert über London nach Montevideo, mit in Rötel ausgewiesenem Weiterfranko von "11" Pence. Die Frankatur durch Randklebung teils minimal bestoßen, die ½ Gr. um den Rand des Kuverts geklebt. Insgesamt schöne und für die Destination gute Erhaltung.
¼ Gr. grauviolett mit DKr. "LEIPZIG 21 OCT." auf kompletter blauer Drucksache mit vorgedrucktem Absender und Text zur internationalen polytechnischen Ausstellung von 1872 in Moskau, nach Plagwitz im eigenen Postzustellbezirk. Reduziertes Porto bei mindestens 60 gleichzeitig aufgegebenen Ortssendungen.
⅓ Gr. grün im senkrechten Bogenteil von 112 Werten(8x 14), mit Bogenrändern oben und rechts, jeder Wert einzeln sauber entwertet durch EKr. "TRIER 5/8 71". Das Bogenteil ist teils gefaltet, einige Werte fehlerhaft und teils etwas angetrennt. Ein spektakuläres Stück und mit Abstand größte registrierte gestempelte Einheit dieser Marke.
¼ Groschen bräunlichlila in Mischfrankatur mit gezähnter Ausgabe waagrechtes Paar 1/3 Groschen grün, mit EKr. "BREMERHAVEN 21 8 71" auf weißem Streifband via Ritzbüttel, mit rückseitigem Transitstempel, nach Helgoland. Ein Wert der 1/3 Groschen gering eckrund, sonst einwandfrei und sehr frisch. Eine mit dieser Destination ausgesprochen seltene Drucksache.
½ Gr. orange, farbfrisch und gut gezähnt, als Zufrankatur auf Streifband ⅓ Gr. grün, mit EKr."WIESBADEN 20 6 71" nach Naunstadt im Landbestellbezirk von Usingen, mit vorausbezahltem Bestellgeld. Eine ausgesprochen seltene Portospezialität; in der Kombination mit dem Streifband hat PROFI kein weiteres Stück registriert. Fotoattest Mehlmann BPP (1993)
"FRANKFURT A.M. 4/5 71" auf 4 Einzelwerten 3 Kreuzer karmin, als Streifen geklebt, auf Briefhülle der 1.Gewichtsstufe nach Lyon, Frankreich. Das Briefpapier unauffällige kleine Mängel, sonst gute Erhaltung.
1 Kr. grün, drei Einzelwerte mit EKr. "FRANKFURT A.M. 22 6 71" auf 'Correspondenz-Karte' nach Bonames (damals noch nicht Ortsbezirk von Frankfurt). Ein Wert mit 2 gering gestauchten Zähnchen, sonst gute Erhaltung. Eine außerordentlich seltene Frankatur.
3 Kr. Karmin, farbfrisch und gut gezähnt, mit sauber auf- und nebengesetztem EKr. "DARMSTADT 5 12 71" als Prokura-Gebühr auf Avers-Postvorschuss-Hülle nach Nieder-Erlenbach bei Vilbel. Eine seltene Porto Spezialität, insbesondere aus dem Kreuzer-Gebiet.
18 Kr. ockerbraun mit 2 Kr. orange, 3 Kr. karminrosa, 7 Kr. grauultramarin in Mischfrankatur mit Innendienstmarke 10 Gr. gelblichgrau, auf vorgedruckter Paketbegleit-Adresse der Firma Merck von "DARMSTADT 16 10 71" nach Breda, Niederlande. Der Name in der Adresse ist wie bei dieser Korrespondenz üblich geschwärzt, die 3 Kr. durch Randklebung wenige Zähne gering gestoßen und leichte Faltungen außerhalb der Frankatur. Insgesamt schöne und frische Erhaltung. Eine außerordentlich seltene Verwendung des seltenen 18 Kreuzer-Wertes auf Auslands-Fahrpost-Beleg.
1 Gr. karmin, farbfrisch und gut gezähnt, mit sauber auf- und nebengesetztem Ra3 "CROSSEN AN DER ODER 1/1 72" sowie nochmals nebengesetzt, jedoch mit Datum "31/12 71"(beide Stempel mit Uhrzeit 8-9V.) auf Briefkuvert nach Guben (Ausgabestempel vom 1. Januar), nachtaxiert mit "2" Groschen. Die Bearbeitungsweise des Briefes ist unklar, jedoch in jedem Falle ein ganz außergewöhnlicher Beleg für den Übergang der Norddeutschen- in die Reichspost. Fotoattest Mehlmann BPP (2011)
10 Gr. gelbbraun und 5 Gr. ocker, beide farbfrisch und ausgabetypisch gut gezähnt, auf Paketbegleitbrief mit "Proben ohne Wert" von Glückstadt 8.6.71 nach Amsterdam (genau Adresse erst in Amsterdam ermittelt und zugefügt). Ein recht seltener Fahrpost-Beleg
Provenienz: Friedrich Spalink (347. Heinrich Köhler-Auktion,2012)
7 Kr. graublau, waagerechtes Paar und 4 Einzelwerte mit Ra3 "SONNEBERG IN SACHS.MEIN. HILDBURGH. 8 10 71" auf Briefvorderseite eines doppelschweren Briefes nach Cadiz, Spanien. Gute Erhaltung. Größte von PROFI registrierte Mehrfachfrankatur dieser Marke.
1Kr. Im waagerechten 3er-Streifen, mit 7 Kr. graublau, mit Ra3 "FRANKFURT A.M.POST-EXPED.No.5 24 7 71"auf Briefhülle nach Mantua, Italien. 7Kr. Minimale Altersfleckchen. Eine attraktive und ungewöhnliche Farbfrankatur.
7 Kr. graublau, 3 Einzelwerte mit EKr. "FRANKFURT A.M. 20 12 71" auf komplettem Faltbrief über Preußen nach Madrid, mit Ankunftsstempel. Stärkere waagerechte Brieffaltung außerhalb der Frankatur, sonst gute Erhaltung. Eine seltene Mehrfachfrankatur.
10 Gr. gelbbraun, waagerechter Zehnerblock mit handschriftlicher Entwertung "Celle 22/7 71", bis auf eine runde Ecke an der rechten oberen Marke gut gezähnt, farbfrisch und einwandfrei. Größte bei Profi registrierte gebrauchte Einheit dieser Marke.
Referenz: Abgebildet im Buch "Die Deutsche Reichspost 1871" (Seite 69).
